IbM-Creative Industries

FÖRDERSCHWERPUNKT CREATIVE INDUSTRIES

Ein zweiter IbM-Schwerpunkt liegt in der Förderung innovativer Gründungsvorhaben der Kultur- und Kreativwirtschaft. Dieser Förderschwerpunkt wird im Programm IbM vom IBF-Institut betreut. Hier finden Kreative und Künstler ein Netzwerk und die Expertise für die Bewertungen der kreativwirtschaftlichen Innovationspotenziale ihrer Geschäftsideen und für branchengerechte Coaching- und Beratungslösungen vor.

Kreativwirtschaft: Nährboden für neue Geschäftsideen

Mit diesem Förderschwerpunkt werden Gründungsvorhaben gefördert, die sich auf sehr unterschiedliche Märkte wie dem Buch- und Pressemarkt, der Filmwirtschaft oder der Gamingindustrie beziehen. Insgesamt steht die Kreativwirtschaft mit einem Gesamtumsatz von 130 Mrd. Euro (2009) im gleichen Rang wie die Automobil- oder Maschinenbauindustrie. Kreative sind daher für die Gesamtwirtschaft ein wichtiger Faktor.

Das kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass das Interesse technologischer Industrien an Kreativen wächst: Für technische Neuerungen lassen sich oftmals erst durch die Einbeziehung von Kreativexpertisen marktrelevante Gebrauchswerte schaffen. Zum anderen bieten die Strukturveränderungen auf den Teilmärkten der Creative Industrie selbst einen idealen Nährboden für neue Geschäftsideen: Auf den Buch- und Pressemärkten verlangen informations- und kommunikationstechnische Neuerungen nach Produktanpassungen. Auf Kunst-, Video- und Audiomärkten entstehen spartenübergreifende Verwertungsketten. In der „jungen“ Gaming-Industrie sind Produktlösungen für Markt- und Zielgruppenerweiterungen gefragt. Traditionelle Kulturschaffende wie Schauspieler und Musiker wagen den Blick über die Grenzen der Kulturmärkte und entdecken auf Sozial- und Bildungsmärkten neue Verwertungschancen.

Mit Kreativkompetenzen innovieren

Für eine IbM-Förderung müssen sich kreative Gründungsvorhaben vom Status Quo des jeweils avisierten Teilmarktes unterscheiden. In die Bewertung des Innovationsgehaltes eines Gründungsvorhabens bezieht das IBF in individueller Prüfung Markt- und Regionalkriterien mit ein.


Einige Beispiele aus der IbM-Praxis verdeutlichen das durch IbM geförderte Innovationsspektrum


  • Ein Team aus BWLern und Designern, das Getränkebehältnisse für Events kreiert, die Besuchern, Getränke- und Eventindustrie gleichermaßen einen Zusatznutzen bieten.

  • Ein auf Holzbearbeitung spezialisierter Bildhauer, der eine einzigartige Produktlinie für Stadt- und Outdoor-Möbel in einem selbst entwickelten Herstellungsverfahren entwickelt.

  • Eine Gründerin, die ein Portal für Auslandsdeutsche entwickelt hat, mit dem sie ein bisher kaum genutztes Segment des deutschen Auslandstourismus erschließen möchte.

  • Ein Gründer, der - mit Blick auf ähnliche Vorhaben in anderen Regionen Deutschlands - unter Einbeziehung der Designwirtschaft eine Vertriebs- und Vermarktungsdienstleistung für brandenburgischen Werkstätte für behinderte Menschen (WfBM) aufbauen will.

  • Ein Gründerteam, das ein Bekleidungssystem für Kindermode entwickelt, dies über eine Plattform mit Medien verknüpft und damit ein national und international einzigartiges Bekleidungs-, Spiel- und Lernprodukt für Kinder entwickelt.







Das IBF-Institut leitet den IbM-Förderschwerpunkt Creative Industries. Es betreibt seit mehreren Jahren das Potsdamer GründerInnen-Center für Kreativwirtschaft.



Über das IBF ist IbM vernetzt mit regionalen und nationalen kreativwirtschaftlichen Gründungsinitiativen. Insbesondere der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung.



Das IBF-Institut verfügt über eine ausgewiesene Expertise zur Förderung kreativwirtschaftlicher Gründungsvorhaben. IBF-Leiter Prof. Dr. Müller und die IBF-Projektmanager Flieger und Krug sind Autoren der im Kohlhammer-Verlag herausgegebenen Wissenschaftspublikation "Beratung und Coaching in der Kreativwirtschaft".